Student sein,
wenn die Veilchen blühen, das erste Lied die Lerche singt ...
Aber nicht nur dann. Student sein, kann eine innere Einstellung sein, die einen ein
Leben lang begleitet. Als Mitglied einer Studentenverbindung erhält man eine ganz
besondere Sichtweise und als sogenannter "Alter Herr" kommt man dann auch zu der
Erkenntnis, daß das Studentsein, wohl nie ein Ende nehmen wird.
Zur Entstehung und Wesen von studentischen Verbindungen, hat ein lieber "Zipfelbruder"
einen passenden (im studentischen Sprachgebrauch auch "adäquat" genannt) Beitrag verfaßt,
auf den ich an dieser Stelle gerne verweisen möchte:
Ursprung der Verbindungen
Für Erklärungen vielleicht fremdartig anmutender Begriffe wende man sich vertrauensvoll
an den aktiven Webmaster der KDSTV Adolphiana zu Fulda im CV.
Dieser Service ist unverbindlich und ganz bestimmt kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst.
Leider erkennen viele der heutigen Studenten nicht den eigentlichen Wert von studentischen Verbindungen,
so daß das Fortbestehen solcher ein Leben lang tragender Beziehungen und Freundschaften zunehmend
in Frage gestellt ist.
So denke ich mit einiger Traurigkeit an die nun nicht mehr aktiven Verbindungen, an deren
Veranstaltungen ich gerne teilgenommen habe:
-
Wingolfsverbindung Chattia zu Fulda
Hier war einer meiner Brüder aktiv. Es waren wunderbare Tage (und Nächte)
am Peterstor 7 in Fulda.
-
Studentische Verbindung Veritas zu Nürtingen
Eine "moderne" Verbindung mit eigenem Comment. Statt Schläger gab es
eine Schiffsglocke. Stammlokal der Veritaner war das Gasthaus "Zum Schwan"
in Nürtingen.
-
Studentische Verbindung Ceres
1875/1964 zu Nürtingen
eine ehemalige Semesterianerverbindung aus Neutitschein in Nordmähren,
dem sogenannten Kuhländle. Nach dem Auszug aus dem Cereskeller, hat man im
"Haus der Heimat" eine neue Bleibe gefunden.
Oh alte Burschenherrlichkeit, wohin bist du entschwunden?
Was macht nun die Begeisterung für eine Studentenverbindung aus?
Worin liegt der besondere Reiz und warum ist es wichtig, eine solche Form
von Gemeinschaft zu unterstützen und zu pflegen?
Hierzu ein paar Gedanken:
- Lernen ist ein lebenslanger Prozeß - Die Art des Studiums ändert sich,
nach der Ausbildung an der Hochschule, die u.a. dem Einstieg ins berufliche Leben
dient, schließt sich das permanente Studium des Lebens an.
- Es ist sicher sinnvoll, sich auch auf für Themengebiete zu interessieren,
die außerhalb des eigenen Fachgebietes liegen. Verbindungen führen
Menschen unterschiedlichster Wissensgebiete zusammen.
- Der stetige Austausch mit Menschen aus einer anderen Altersgruppe hilft,
selbst nicht zu vergreisen.
- Kommunikation mit anderen, die selbst einmal studiert haben und ihr Wissen
stets aktualisieren, motiviert, selbst weiterzulernen.
- Gemeinsame Grundsätze und Ziele verbinden, auch über das einstige
Studium hinaus.
- Es ist immer schön den Kontakt zu ehemaligen Komillitonen aufrechtzuhalten.
- Der Einzelne bleibt über Veränderungen an der Hochschule, an der er studierte,
informiert.
- Pflege von "alten" Traditionen und Bräuchen gibt einen Blick zu entscheiden,
was erhaltenswert und wertvoll ist. Der Mensch strebt nach etwas Beständigem und Wandel
kann nicht Selbstzweck sein.
- Der Mensch muß erst einmal seinen eigenen Standpunkt bestimmen und Leitlinien für
sein Leben finden, dann kann er auch seinen Mitmenschen besser verstehen.
- Es wäre schade, viele Bekannte und Freunde aus Verbindungen nicht kennengelernt zu haben,
oder viele Veranstaltungen nicht miterlebt zu haben.
- Sicher gibt es noch viel mehr, was man hier schreiben könnte -:)